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Gedanken zum Monatsspruch (Dezember 2021)

 

Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion!

Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der Herr.
Sachaja 2,14

 

ein echter Hingucker, dieser Satz: Freue dich und sei fröhlich!

Ein starkes Wort im Jahr 2021 für den Monat Dezember. Ob das nicht aus dem Zusammenhang gerissen wurde und zur allgemeinen Erheiterung hier etwas aufhübschen soll?

Es lohnt sich, den Propheten Sacharja von Anfang an zu lesen. Da wird der Hochmut und der Stolz der Menschen beschrieben. Sacharja zeigt in ernüchternder Weise die Probleme der damaligen Zeit auf und mitten in diese ganze Verworrenheit spricht er diesen Satz der Hoffnung. Sacharja hat damit vielen Menschen in seiner Zeit Mut gemacht. Was er nicht wusste, ist die doppelte Bedeutung. Wir heute kennen die Geschichte vom Kommen Gottes in diese Welt durch Jesus Christus. Die Zusage, dass der Retter der Welt kommt, hat sich erfüllt. Gott wohnt bei den Menschen. Keiner wusste, wie das sein wird. Dass es so real wird, dass Jesus mitten unter den Menschen lebt, hat dann auch zu Irritationen geführt. Kann es sein, dass sich Gott so unmittelbar zeigt? Dass er so normal menschlich unter anderen Menschen lebt? Die Faszination der Geburt von Jesus zieht Menschen aus allen Völkern immer wieder in ihren Bann. Da wird Gott Mensch, im Grunde unfassbar. Als Jesus in die Öffentlichkeit kommt, werden Menschen aus ihrer Vereinsamung, aus ihrer Krankheit, aus ihrer Resignation herausgeholt. Jesus ruft Menschen ins Leben zurück. Sein Alleinstellungsmerkmal ist, dass er Menschen für die Ewigkeit gewinnen möchte. Und selbst das Ende von Jesus, sein Tod am Kreuz war so eine Katastrophe, dass es nicht möglich gewesen wäre, darin irgendeinen Sinn zu sehen. Wer würde sich schon ausdenken können, dass der Retter der Welt in einer Holzkrippe geboren wird und am Kreuz zu Tode kommt? So nah ist uns Gott, in der Erbärmlichkeit einer Futterkrippe und der Sinnlosigkeit des Todes. Doch Jesus hat den Tod besiegt. Deshalb erfüllt sich der Ruf zur Freude immer wieder. Deshalb können auch wir in aller Coronaverworrenheit dennoch eine Hoffnung haben. Nehmen wir das als Weckruf, auf den auferstandenen Jesus zu vertrauen.

Die Freude über Materielles mag auf den ersten Blick attraktiver sein. Die Freude über die Hoffnung des Lebens hält aber garantiert länger an. Lassen Sie sich von dieser Freude anstecken, da gibt es keine krankmachenden Nebenwirkungen. Öffnen Sie Ihr Herz und bitten Jesus, dass er auch konkret in ihnen Wohnung nehmen kann.

Gottes Segen für die Advents­ und Weihnachtszeit sowie für das Neue Jahr wünscht Ihnen im Namen aller kirchlichen Mitarbeiter und Kirchenvorstände, Ihr Pfarrer Uwe Winkler

 

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